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Warum viele Führungskräfte ihre Karriere falsch planen und was Sie stattdessen tun sollten

  • Autorenbild: Afrodita Panovska
    Afrodita Panovska
  • 5. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Es gibt einen Moment in fast jeder Führungskarriere, der selten offen angesprochen wird: Der Moment, in dem Erfolg sich plötzlich leer anfühlt.


Die Position stimmt.

Das Gehalt auch.

Der Titel beeindruckt.


Und trotzdem bleibt die Frage: War das alles?


In meiner Arbeit als Executive Career und Leadership Coach begegnet mir genau dieser Punkt immer wieder. Und er hat fast nie mit mangelnder Leistung zu tun, sondern mit einer grundlegenden Fehlannahme darüber, wie Karriere eigentlich funktioniert.


Die größte Illusion: „Karriere ist planbar wie ein Projekt“


Viele Führungskräfte gehen ihre Karriere wie ein klassisches Projekt an:

  • Ziel definieren

  • Schritte planen

  • Meilensteine erreichen

  • Nächste Beförderung sichern


Das Problem dabei: Karrieren, besonders auf Executive-Level, folgen keiner linearen Logik mehr.

Was Sie dorthin gebracht hat, wo Sie heute stehen, wird Sie nicht automatisch auf die nächste Ebene bringen.


Was wirklich fehlt: Strategische Selbstführung


Auf Top-Level verändert sich das Spiel. Es geht nicht mehr nur um Leistung, sondern um:

  • Klarheit über den eigenen Wertbeitrag

  • Positionierung im System

  • Wirkung auf Entscheider

  • bewusste Gestaltung von Optionen


Ich nenne das Strategische Selbstführung. Und genau hier entstehen die meisten blinden Flecken.


Drei typische Fehler, die ich immer wieder sehe


1. Sie optimieren Ihre Rolle, statt Ihre Richtung zu hinterfragen

Viele Führungskräfte werden immer besser in dem, was sie tun. Aber sie stellen sich zu selten die Frage: Ist das überhaupt noch der richtige Weg für mich?

Ergebnis: Sie werden exzellent in einer Rolle, die sie langfristig nicht erfüllt.


2. Sie warten auf Anerkennung, statt aktiv Position zu beziehen

„Wenn ich gute Arbeit leiste, wird man mich schon sehen.“

Das ist eine der hartnäckigsten Überzeugungen und eine der gefährlichsten.

Auf Executive-Level gilt:

Sichtbarkeit ist kein Nebenprodukt. Sie ist eine bewusste Entscheidung.


3. Sie reagieren auf Chancen, statt sie zu gestalten

Viele Karriereschritte entstehen zufällig:

  • „Man hat mich gefragt…“

  • „Die Rolle hat sich ergeben…“

Das fühlt sich oft bequem an, führt aber dazu, dass Sie Ihre Karriere nicht aktiv steuern, sondern verwalten.


Was stattdessen funktioniert


In meinen Coachings arbeite ich mit einem klaren Perspektivwechsel:


1. Vom „nächsten Schritt“ zur „gewünschten Wirkung“

Statt zu fragen: Was ist meine nächste Position?

Fragen Sie: Welche Wirkung möchte ich in den nächsten 5–10 Jahren haben?

Das verändert alles.


2. Vom Lebenslauf zur Positionierung

Ihr Lebenslauf zeigt, was Sie getan haben. Ihre Positionierung zeigt, wofür Sie stehen.

Und genau das entscheidet darüber, ob Sie:

  • übersehen werden

  • oder gezielt angesprochen werden


3. Vom Reagieren zum bewussten Entscheiden

Nicht jede Chance ist eine gute Chance.

Die entscheidende Fähigkeit ist zu erkennen, was wirklich zu Ihrer strategischen Richtung passt und den Rest bewusst abzulehnen.


Eine praktische Reflexionsübung


Nehmen Sie sich 15 Minuten und beantworten Sie diese drei Fragen:

  1. Wofür möchte ich in meinem beruflichen Umfeld wirklich stehen?

  2. Welche Art von Problemen löse ich am liebsten und am besten?

  3. Welche Rolle würde ich wählen, wenn Status keine Rolle spielen würde?


Wenn Ihre aktuellen Antworten nicht zu Ihrer aktuellen Rolle passen, haben Sie einen wichtigen Hinweis.


Mein Fazit


Karriere auf Executive-Level ist kein Zufallsprodukt, aber auch kein linearer Plan.

Sie ist das Ergebnis von:

  • Klarheit

  • bewusster Positionierung

  • mutigen Entscheidungen


Und genau hier liegt der Unterschied zwischen Führungskräften, die „erfolgreich“ sind, und denen, die wirklich erfüllt und wirksam arbeiten.


Wenn Sie an einem Punkt stehen, an dem Sie spüren, dass „mehr möglich sein müsste“, dann ist das kein Zeichen von Unzufriedenheit, sondern von Entwicklung.


Die Frage ist nicht, ob Sie den nächsten Schritt machen.

Sondern, ob es der richtige ist.


 
 
 

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